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Gestaltung und Kritik EKD Text 64 aus 1999 zum Verhältnis von Protestantismus und Kultur Am Ende dieses Jahrhunderts und Jahrtausends vertreten manche Beobachter die Auffassung, das Christentum sei dabei, seine kulturprägende Kraft einzubüßen. Religionskritische Argumente haben im Osten Deutschlands durch die marxistisch-leninistische Propaganda weite Verbreitung gefunden. Die Pointe ist jedes Mal: Religion ist kulturell schädlich. Auch in der westdeutschen Öffentlichkeit sind solche Gedanken durchaus geläufig, auch wenn sie weniger aggressiv vertreten werden. Die Kirche gilt den Kritikern weniger als kulturell schädlich als vielmehr als kulturell irrelevant. Wir nehmen solche Einschätzungen ernst, aber wir widersprechen ihnen. Die Kirchen behalten eine wichtige kulturelle Rolle; im kulturellen Wandel wachsen ihnen auch neue Aufgaben zu. Es kommt darauf an, daß sie sich nicht in die Nische verkriechen, sondern in Auseinandersetzung mit der Kultur der jeweiligen Gegenwart eine spezifische kulturelle Gestalt annehmen. Sie haben zugleich die Entwicklung der Kultur kritisch zu begleiten und wie in den vergangenen 2000 Jahren christlicher Geschichte kulturprägend zu wirken. http://www.ekd.de/EKD-Texte/44646.html |
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Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche Kirche in Hamburg |
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